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chant1450 besteht seit 2003 und singt das geistliche
und weltliche Repertoire des 15./16. Jahrhunderts. Das internationale Ensemble hat den An -
spruch, sich mit den besten europäischen Formationen messen zu können. Im Januar 2005 sang
chant 1450 eine erste Konzert reihe „La contenance
angloise“ – geistliche Vokal musik des 15. Jahrhunderts - mit großem Erfolg in der Schweiz. Es folgten
viel beachtete Debüts in Deutschland, Italien,
Tschechien und Auftritte bei renommierten Festivals und der 5. a cappella-Woche in Hannover. Im
Herbst 2007 erschien die erste CD des Ensembles
„Du fond de ma pensée – Psalmen und Chansons
der frankophonen Reformation“, im Februar 2009
die zweite CD „...et lux perpetua – Trauermusik der
Renaissan ce“. Geplant sind in den nächsten Jahren
Tourneen durch ganz Europa. chant 1450 pflegt ein
äußerst selten zu hörendes Repertoire, etwa die
großen a cappella-Messen des 15. Jahrhunderts
oder die Psalmmotetten der französischen Reformation um 1570. Je nach Programm wird das
Vokal-Ensemble durch verschiedene
Instrumentalisten ergänzt. |
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Die englische Musik erregte zum ersten Mal beim Konzil von
Konstanz (1414-1418) Aufsehen, einem der wichtigsten Angelpunkte
des europäischen Kulturaustauschs am Anfang des 15. Jahrhunderts.
Zahlreiche Musiker, geistliche und höfische Kapellen waren zugegen.
Der Konzilchronist Ulrich von Richenthal beschreibt die für ihn offenbar neuartige Musik emphatisch als „engelschen süssen Gesang“
(engelsch = englisch) mit drei Stimmen über Orgel und Posaunen
zum Fest des heiligen Thomas von Canterbury (29. Dez. 1416).
Nicht weniger suggestiv sind die ersten literarischen und theoretischen
Zeugnisse für den musikalischen Stilwandel um 1420:
Der burgundische Hofdichter Martin le Franc, ein unmittelbarer
Beobachter der musikalischen Ereignisse seiner Zeit, schreibt in seinem
Champion des Dames (1441/1442) über Dufay und Binchois, die
ersten Komponisten des neuen, unter englischem Einfluss stehenden
Stils: „ ...Car ilz ont nouvelle pratique/ De faire frisque concordance..../
Et ont prins de la contenance/ Angloise et ensuy Dunstable...”.
Das Konzertprogramm „La contenance angloise“ zeichnet den Weg
der kompositionsgeschicht-lichen Entwicklung von den Motetten
Dunstaples und Powers bis zu den Werken von Dufay, Binchois und
Brassart, die als erste die neue englische Art verarbeiteten, nach. |
Das genaue Gründungsdatum des Klosters St. Maria ist unbekannt, einen Hinweis gibt nur die Bestätigungsurkunde von Erzbischof Heinrich I von Mainz aus dem
Jahre 1150. Das Kloster gründete dann die Probstei in
Offenbach. Im 13. Jahrhundert ging die Schirmvogtei an
den Kaiser über, 1447 an die Herzöge von Zweibrücken.
Als diese während der Reformation zum protestantischen
Glauben übertraten, erfolgte die Auflösung des Klosters.
Die ehemalige Propsteikirche ist ein wichtiges Denkmal
für den frühen Übergang von der Spätromanik zur Gotik
im Mittelrheingebiet und zeigt deutlich die Mischung
dieser Stile. In den Kapitellen sind phantastischer
Figuren schmuck, Mischwesen aus Mensch und Tier, und
Pflanzen ornamente zu sehen, die in die Romanik weisen,
während einige Fenster und Pfeiler schon ganz gotisch
scheinen. |
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