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Witte-Maria Weber, Basel, erhielt ihre Gesangsausbildung in den Bereichen Mittelalter, Renaissance und Barock an der Schola Cantorum Basiliensis (Dominique Vellard; Diplom 1998) und bildete sich weiter am Konservatorium Neuchâtel (Jeanne Roth; Diplom 2005). Die Sängerin widmet sich neben ihrer solistischen Konzerttätigkeit besonders der Alten Musik und wirkt oder wirkte unter anderem mit bei den Ensembles Continens Paradisi, Cantus figuratus, Gilles Binchois, Ferrara, Huelgas und Canti B.
Bertl Mütter, Steyr, ist freischaffender Musiker, Komponist und Schreiber. Im Zentrum seiner musikalischen Arbeit steht das Solospiel - meist improvisierend und zunehmend mit Bezug zur alten Musik. Er gilt als unverwechselbarer Vertreter einer jungen österreichischen Musikszene, die sich vor allem durch ihr Interesse an musikalischen Grenzüberschreitungen und Kooperationen mit Künstlern anderer Disziplinen auszeichnet. Dabei fasziniert er sein Publikum mit einer sehr persönlichen Klangsprache. |
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Das Programm ist dem Heiligen Geist gewidmet. Gregorianischer Choral steht den frei ausschweifenden Liedern von Hildegard von Bingen (1098-1179) gegenüber. Dazu bläst die Posaune Intermezzi zu den vier Elementen. Auch Gemeinsames erklingt.
„Spiritus ubi vult spirat“ (Der Geist weht wo er will) wurde 2004 von Witte-Maria Weber konzipiert, entwickelte sich sogleich zu ihrem Lieblingsprogramm und ist bisher je dreimal in der Schweiz, in der Ukraine, in Russland und einmal in Georgien mit verschiedenen musikalischen Partnern/Ensembles aufgeführt worden.
Jedes Mal ist eine einmalige, inspirierte Begegnung daraus geworden. Witte-Maria Webers Zusammentreffen mit Bertl Mütter ist nun das erste mit einem anderen Luft-Instrument. Das Ergebnis sind musikalisch-klangliche Verflechtungen, die durch die große Nähe der Posaune zur Stimme entstehen. Dazu hat die Posaune einen immensen Tonumfang und die Möglichkeit der Mehrstimmigkeit - ein wahrer, wahrhaftiger, mahnender Klang, klar, rund, präzise, von sehr laut bis ganz leise, an der Hörschwelle.
So wird genau dieses spirare begünstigt, erlebbar gemacht - und das Augenmerk auf den göttlichen, lebensspendenden Atem gelenkt. Durch das allein im Raum Stehen und Spielen/Singen werden in den Ausführenden und Aufnehmenden Bilder erzeugt, andere entstehen durch die gemeinsamen Klangbewegungen - Wolken, Linien, Kraft, auch Zerbrechlichkeit. |
Das Benediktinerkloster Klingenmünster ,Clinga Monasterium’ (626 bis 1565) ist Namensgeber und Keim zelle des Ortes. Es handelt sich wahrscheinlich um das älteste der Urklöster Deutschlands. Man lebte nach den Regeln des heiligen Columban bis diese im 8. Jh. durch die Regeln des heiligen Benedikt (ora et labora) abgelöst wurden. Den Höhepunkt seiner Entwicklung mit hohem Stand an Bildung und Kultur hatte das Kloster zur Salier- und Stauferzeit, insbesondere unter Abt Stephan I. um 1100. Aus dieser Zeit sind noch bauliche Elemente erhalten: Das romanische Westwerk, die Doppelturmanlage mit Spindeltreppen, eine spätromanische Emporenkapelle, die Verbindung zum Abtshaus und die Mauern des Mönchs saals. Malereireste findet man nur noch über dem Chor bogen an der Ostwand (Umrisse einer Maria mit Kind). Ein ehemaliges südliches Querschiff (früher mit Apsis) ist heute Sakristei. |
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