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Das Ensemble Trecanum entstand im Jahr 1996 aus der Begegnung zwischen Prof. Etienne Stoffel (Konservatorium Straßburg) und Sängerinnen und Sängern mit jeweils ganz unterschiedlichen musikalischen Hintergründen, aber der gemeinsamen Erfahrung im liturgischen Gesang. Seitdem konzertiert das Ensemble regelmäßig mit großem Erfolg in Europa.
Das Repertoire des Ensemble Trecanum umfaßt in erster Linie den gregorianischen Choral, und im allgemeinen den liturgischen christlichen Gesang des westlichen hohen Mittelalters, der reich und mannigfaltig ist : von mailändischer (ambrosianischer), altrömischer, beneventanischer Herkunftund in der Form, wie er von Zisterziensern, Dominikanern u.a. entwickelt wurde. |
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Herrad von Landsberg war wohl die erste Frau, die im 12. Jh. auf dem Odilienberg im Elsass eine illustrierte Enzyklopädie zur Unterweisung ihrer Klosterfrauen verfasste. In diesem berühmten „Hortus deliciarum“ (= Garten der Kostbarkeiten) fasste die gelehrte Äbtissin des Klosters Hohenburg
für ihren Konvent das theologisch-philosophische aber auch profane Wissen ihrer Zeit in einer opulent illuminierten Handschrift zusammen. Das Original verbrannte im 19. Jahrhundert, ist aber durch ein Faksimile indirekt bewahrt.
Der „Hortus“ bildet den Ausgangspunkt für das Konzert des elsässischen Ensembles Trecanum in der Abteikirche Otterberg. Anhand ausgewählter Szenen biblischen Inhalts, die ihren Niederschlag in ein- und mehrstimmigen Vertonungen gefunden haben, durchquert das Programm mit Gesängen
aus dem Mittelalter paradiesische Gärten und Weinberge mit Bäumen und Blumen - quer durch die Geschichten der Bibel bis zum Wunder der Auferstehung im Neuen Testament. |
Die Fundamente für die gesamte Klosterkirche Otterberg wurden vor 1168 und bis nach 1177 gelegt. 1253 war die Kirche
noch nicht vollständig fertig, was eventuell mit der besonderen
entwässerungstechnischen Situation zusammenhängt, mit der
man bis heute zu kämpfen hat. Im Jahre 1254 konnte die Kirche
geweiht werden. Obwohl sie zu den größten romanischen Kirchen
der Region gehört, belegen die westliche Giebelöffnung
und
die flacheren Gewölbescheitel, dass man mit gotischen Formen
vertraut war. Mit der Zisterzienserkirche
hat die oberrheinische
Spätromanik und ihre Vorliebe für den Massenbau einen Höhepunkt
erreicht.
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