 |
Red Byrd sind die Sänger John Potter und
Richard Wistreich, die je nach Bedarf ihr Ensemble
mit weiteren Stimmen ergänzen. Der Schwerpunkt
ihres Repertoires liegt in der mittelalterlichen
Vokalmusik. John Potter war langjähriges Mitglied
des Hilliard-Ensemble und hat nun einen
Lehrauftrag an der Universität in York. Richard
Wistreich war Professor am Institut für Alte Musik
an der Hochschule in Trossingen. Zurzeit unterrichtet
er an der Universität in Newcastle.
Red Byrd konzertierte in USA, Kanada und ganz
Europa. Die erste CD des Ensembles mit Werken
von Magister Leoninus erhielt einen „Diapason
d'Or d'Année“ des französischen Magazins
Diapason und war „CD des Jahres“ des BBC Music
Magazine. Eine zweite CD mit Werken Leonins
folgte 2001.
Infos zum Ensemble Ordo Virtutum finden Sie hier. |
|
Dieses Programm wird von SWR mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt im Hörfunkprogramm SWR2 gesendet. |
|
Im Konzert „A Scottish Lady Mass” erklingt – entsprechend der
Programmatik der Konzertreihe „Vokalmusik entlang der romanischen
Straße“ und dem Kultursommer-Motto „Cool Britannia“ –
geistliche Vokalmusik aus einer mittelalterlichen Handschrift aus
England.
Die Stücke des 11. Faszikels der Handschrift W1 (kopiert um 1240,
eine der Hauptquellen der so genannten Notre Dame-Schule, die
heute in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel aufbewahrt
wird) wurden vermutlich in St. Andrews komponiert, nachdem der
letzte normannische Bischof von St. Andrews - Guillaume Mauvoisin
- von einer seiner vielen Reisen auf den Kontinent zwischen 1200
und 1239 Musik aus dem Umkreis der Kathedrale von Notre Dame
zu Paris nach Schottland mit gebracht hatte.
Die heutige Aufführung stellt keine liturgische Rekonstruktion dar,
nutzt jedoch die Form der Messe, um auf diesem Weg etwas von der
Musik einer einzelnen Handschrift zu erkunden. Ausgenommen
davon ist Perotins vierstimmiges Organum Viderunt omnes, das aus
dem zeitlich etwas früher anzusetzenden Pariser Repertoire stammt.
Die Choralpartien der Lady Mass und Perotins Organum werden vom Ensemble „Ordo Virtutum“ unter der Leitung von Stefan Johannes Morent, das auch schon
2007 mit einem Konzert zu Gast im Fabiansstift war, gesungen. |
Fischgrätenartige Zierschläge weisen auf die Entstehung
der Chorherrenstiftskirche St. Fabian im 12. Jahrhundert
hin. Die Stiftskirche erlebte ab 1559 mehrere Umnutzungen, beginnend vom Schulhaus, Pfarrheim, Bauernhaus,
Krankenhaus bis zum Viehstall. St. Fabian wird heute als
Hochzeits- und Taufkapelle, für Gottesdienste, Konzerte
und Festakte genutzt und dient in Verbindung mit dem
nahe gelegenen Klosterhotel als touristischer Anziehungspunkt auf höchstem Niveau. |
|