Ordo Virtutum (D)
Céladon (F)

Trouvères und Minnesänger am Hof von Kaiser Friedrich Barbarossa

Freitag, 28. August 2015, 20.30 Uhr

F-67500 Hagenau, Stadtpfarrkirche

Auskünfte und Kartenverkauf:
Festival Voix & Route Romane
Tel.: 00 333 90 41 02 01
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OV Celadon

Das Ensemble Ordo Virtutum wurde von Stefan Johannes Morent, Professor am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tübingen, in der Absicht gegründet, eine Verbindung zwischen eigener Forschung auf dem Gebiet der mittelalterlichen Musik und ihrer Aufführungspraxis herzustellen. Das Ensemble arbeitet regelmäßig mit international bekannten Interpreten (wie Benjamin Bagby, Anne Azéma) zusammen und zählt inzwischen zu einem der renommiertesten seiner Art. Jedem Konzertvorhaben gehen gründliche Forschungsarbeiten voraus. "Ordo Virtutum" hat zahlreiche Konzerte und CDs, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem SWR, eingespielt. Das Ensemble ist regelmäßig zu Gast bei angesehenen Festivals in Europa, den USA und in Australien.

Seit seiner Gründung im Jahr 1999 durchforscht das Ensemble Céladon mit Anmut und Fantasie das Repertoire der Alten Musik, stets darauf bedacht, für jeden Konzertauftritt ein entsprechend neues Format zu erfinden. Das Ensemble steht seit seinen Anfängen unter der künstlerischen Leitung von Paulin Bündgen und präsentiert besonders gern das dem Countertenor-Timbre verpflichtete Repertoire der Mittelalter-, Renaissance- und Barockmusik. Das Ensemble gastiert regelmäßig bei Festivals (wie z.B. Ambronay, Tarentaise, Le Thoronet, wo es für die Qualität seiner Werkwiedergaben und den intensiven Kontakt mit dem Publikum anerkannt und geschätzt wird. Seine bislang vier CD-Einspielungen stießen auf ein breites Presse-Echo, die jüngste CD "Nuits Occitanes" ist im Frühjahr 2014 erschienen.

Partnerkonzert "Voix et Route Romane"
Trouvères und Minnesänger am Hof von Kaiser Friedrich Barbarossa

Hagenau, Sitz der Kaiserpfalz der Hohenstaufen, war das ganze 12. Jahrhundert über ein kulturelles Zentrum, dessen guter Ruf zahlreiche Künstler anzog. Man rühmte die Schönheit des Palastes ebenso wie den Reichtum ihrer Bibliothek, der berühmtesten aller nicht-klösterlichen Bibliotheken jener Zeit. Béatrice von Burgund, die zweite Gemahlin von Friedrich Barbarossa, war zweifellos außerordentlich rührig im Bemühen, die literarischen und musikalischen Strömungen aus dem südlichen Europa und jene aus dem deutschen Kulturraum zusammenzuführen, insbesondere die Kunst der Minnesänger und der nordfranzösischen Trouvères betreffend. An genau diesem Zusammenrücken lässt das Konzert die Zuhürer teilhaben. Das deutsche Ensemble Ordo Virtutum wird Zeugnis von der Kunst des Minnesangs geben, wie sie in der berühmten Manessehandschrift oder der Weingartner Liederhandschrift überliefert wurde, während die Musiker von Céladon ihre Talente in den Dienst der Interpretation von höfischen Liebesliedern der Trouvères und Troubadours stellen, die den Minnesängern als Vorlage und Inspirationsquelle dienten.

Hagenau Der romanische Kirchenbau ST. GEORG wurde im Jahr 1143 begonnen und ersetzte eine ältere romanische Kapelle. Die 1189 fertiggestellte Kirche erinnert in ihrer Form an die von Hirsau geprägte romanische Architektur. Im Außenbau ist das Langhaus durch Lisenen und Rundbogenfriese gegliedert. Zwischen 1210 und 1268 wurden das Querhaus und der achteckige Turm angebaut. An das romanische Mittelschiff wurde später ein gotischer Chor angefügt. Während der Französischen Revolution sowie der Kämpfe um die Stadt 1945 erlitt die Kirche starke Beschädigungen, die bis 1963 restauriert wurden.