Ensemble Nu:n (D)

"Von Pechvögeln, Engeln
und singenden Stummen"

Sonntag, 2. Oktober 2016, 20.00 Uhr

67697 Otterberg, Ehem. Abteikirche

18.30 Uhr Kirchenführung

In Kooperation mit den Otterberger Abteikirchenkonzerten

Capella Romana

Das international besetzte Ensemble Nu:n ist in vielen verschiedenen Genres zu Hause. Seit seiner Gründung 2003 verfolgt das Ensemble die Idee, mittelalterliche Quellen abendländischer Musik im "Hier und Jetzt" mit modernen Instrumenten und Ausdrucksmitteln neu zu beleuchten. Nu:n gab bisher zahlreiche Konzerte in verschiedenen Besetzungen in bedeutenden mittelalterlichen Kirchen und Festivals in ganz Deutschland, als auch in Europa und Kanada und veröffentlichte bei Raumklang zwei CDs.

Partnerkonzert Voix & Route Romane
"Von Pechvögeln, Engeln
und singenden Stummen"

Auf der Suche nach dem Lachen fand das Ensemble Nu:n sowohl in der sakralen als auch profanen Welt überraschende Zeugnisse von Satire und Humor!

Und weil der Ulk die Ernsthaftigkeit braucht, der Spot die Idealisierung, das Lachen das Weinen, sollen als Gegenpol ebenso Gesänge der idealisierten Vorstellungswelt des Mittelalters erklingen. Reine Schönheit, tiefe Ernsthaftigkeit und Innigkeit, gleichsam im inbrünstigen Kirchen- wie im anbetenden Minnesang. Hintergrund, vor dem sich skurrile Satire, bissiger Spot und Selbstironie entfalten.

Ein farbenfrohes Kaleidoskop entsteht, über Wort- und Sinnbrücken miteinander montiert, das einen Blick in die Vorstellungswelt des 12./13. Jahrhundert gewährt aus dem Fenster unserer Zeit. Behutsam nimmt Nu:n die Musik und den Humor aus ihrer Zeit heraus und pflanzt sie in unsere moderne Klangwelt. Lässt es sich 750 Jahre später noch darüber lachen, weinen oder staunen?

Die Fundamente für die gesamte Klosterkirche Otterberg wurden vor 1168 und bis nach 1177 gelegt. 1253 war die Kirche noch nicht vollständig fertig, was eventuell mit der besonderen entwässerungstechnischen Situation zusammenhängt, mit der man bis heute zu kämpfen hat. Im Jahre 1254 konnte die Kirche geweiht werden. Obwohl sie zu den größten romanischen Kirchen der Region gehört, belegen die westliche Giebelöffnung und die flacheren Gewölbescheitel, dass man mit gotischen Formen vertraut war. Mit der Zisterzienserkirche hat die oberrheinische Spätromanik und ihre Vorliebe für den Massenbau einen Höhepunkt erreicht.