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Das Ensemble Heinavanker begann im Jahr 1988 in Tallinn, im Studio Linnamuusikud, gemeinsam zu musizieren. Der Name Heinavanker - zu deutsch Heuwagen - stammt aus einem Altargemälde von Hieronymus Bosch. Im Zentrum des Interesses steht die
historische musikalische Liturgie sowie die Suche nach dem eigenen Weg im Licht des geistigen Erbes. Die meisten Konzertprogramme stützen sich auf Gregorianische Gesänge, auf die frühe Polyphonie und auf geistliche estnische Volkslieder. Dazu werden häufig zeitgenössische Werke aus Estland ergänzt.
Was die Konzerte des Sextetts zu einem besonderen Erlebnis macht, sind die ausgefeilte Vokaltechnik und die meditative Kraft ihres Gesangs. Gespeist aus der Volksfrömmigkeit des Mittelalters, ist ihre Musik erfüllt von klanglicher Harmonie und religiöser Andacht.
In den letzten Jahren wurde das Ensemble zu renommierten Festivals wie u.a. Turku Musik Festival (Finnland), Leicester‘s Early Music Festival (England), MDR Musiksommer und auch Musica Sacra International Marktoberdorf eingeladen. |
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Dieses Programm wird von SWR mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt im Hörfunkprogramm SWR2 gesendet. |
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Das Gebiet des heutigen Estlands war vor mehr als 700 Jahren Schauplatz verschiedenster ideologischer, politischer, religiöser, kriegerischer und wirtschaftlicher Auseinandersetzungen. Neben der dort ansässigen finnougrischen Bevölkerung erhoben auch Russen, Deutsche, Dänen, Schweden und Polen Ansprüche auf diese Gebiete an der Ostsee.
Schon Anfang des zweiten Jahrtausends wurden, sowohl für die römischen Päpste im Westen als auch für die orthodoxen Patriarchen im Osten, die verbliebenen heidnischen Ureinwohner mit ihren animistischen Glaubensvorstellungen zu problematischen Randgebieten bei der Erweitung ihrer Einflusssphäre.
Bei den Esten und anderen angrenzenden finnougrischen Völkern haben sich einzigartige archaische Gesänge, auch Runenlieder genannt, bis in unsere Zeit erhalten. In diesen Volkschorälen kann man in gewisser Weise die ursprüngliche Weltsicht der heidnischen Esten erahnen, welche sich hier in träumerischer Weise mit christlichen Elementen vermischt hat. Die durch das Prisma volkstümlicher Überlieferung gefärbten christlichen Motive geben dazu auf anschauliche Art und Weise Einblick, wie die kirchlichen Missionsbestrebungen in der leidgeprüften estnischen Landbevölkerung Früchte getragen haben. |
Die Klosterkirche Enkenbach stellt eine Variante einschiffiger
Kreuzkirchen dar. Um ein Seitenschiff wurde dieser Grundtypus
mit basilikal wirkenden Arkaden erweitert. Gebaut im spätromanischen
Stil, wird der Baubeginn auf vor dem Jahre 1226
geschätzt, fertiggestellt wurde sie 1272. Ab 1554 diente das
Kloster der geistlichen Verwaltung in Heidelberg zu landwirtschaftlichen
Zwecken. Zerstört während des Pfälzischen Krieges
1689, wurde die Kirche ab 1707 wieder aufgebaut. 1708 ging
sie an die Katholiken über. |
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