Dialogos (F)
Katarina Livjlanic

"Die gefallenen Engel"
Religiöse Riten und Volksgläubigkeit
in Bosnien-Herzegowina

Freitag, 2. September 2016, 20.30 Uhr

F-67000 Straßburg, Jung Sankt Peter-Kirche

Auskünfte und Kartenverkauf:
Festival Voix & Route Romane
Tel.: 00 333 90 41 02 01
accueil@voix-romane.com
www.voix-romane.com

Dialogos

Das Ensemble Dialogos wurde 1997 von der Sängerin und Musikwissenschaftlerin Katarina Livljanić gegründet und widmet sich in seinen Auffürhrungen dem religiörsen Repertoire mittelalterlicher europäischer Musik, insbesondere dem Repertoire südslawischer Herkunft.

Dialogos geht dabei auf heutige Rezeptionsgewohnheiten ein, beschreitet indes innovative Wege der Annäherung an die Alte Musik in Verbindung mit gründlichem Quellenstudium des oft unveröffentlichten Repertoires und einer kraftvoll szenischen Umsetzung. Das Musikspiel "Die gefallenen Engel" wurde erst kürzlich im New Yorker Lincoln Center im Rahmen des "White Light Festivals" aufgeführt.

Partnerkonzert "Voix et Route Romane"
"Die gefallenen Engel"
Religiöse Riten und Volksgläubigkeit in Bosnien-Herzegowina

In einem Konzert an der Schwelle zum Musiktheater lädt Dialogos das Publikum ein, heidnische und christliche Riten aus Bosnien-Herzegowina zu Geburt und Tod zu verfolgen. Schlüsselbegriffe des Projekts sind: Anfang und Ende, Alpha und Omega, Weltschöpfung und -vernichtung, Segnung und Verwünschung, Anrufung der Engel und Austreibung der bösen Geister.

Dialogos gestaltet dieses Programm gemeinsam mit Volksmusikern, darunter einem der jüngsten Balladen-Sänger Herzegowinas, um ein sinnstiftendes Zeichen des Friedens zu setzen für eine von Kriegen und Hass geschundene Region, deren Wundmale noch immer sichtbar sind. Texte von bosnischen Grabsäulen, in denen sich die Toten an die Lebendigen wenden, bilden den Leitfaden durch ein Programm, das in ein Land an der Pforte zum Orient flührt.

Hagenau Jung Sankt Peter-Kirche, Straßburg
Vom ersten Bauwerk aus dem 7. Jahrhundert, das dem Heiligen Columban gewidmet war, ist nur noch die Gruft vorhanden. Die Konstruktion einer romanischen Kirche beginnt im Jahre 1031, von der noch die unteren Geschosse des Turms und drei Galerien des Kreuzganges, der als ältester erhaltener Klostergang nördlich der Alpen gilt, vorhanden sind. Die heutige gotische Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet und 1320 geweiht. Im 14. und 15. Jahrhundert kamen weitere Kapellen hinzu. 1524 wurde die Kirche protestantisch. Ludwig XIV verschaffte 1682 der katholischen Kirchengemeinde wieder Zugang dorthin und wies ihr den Chorraum zu. Eine Trennwand, die am Lettner hochgezogen wurde, schied somit den Chor vom Kirchenschiff. Diese Zuteilung zu beiden Konfessionen sollte bis 1898 fortdauern.