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Das Vokalensemble Dialogos wurde 1997 von der kroatischen Sängerin, Musikwissenschaftlerin und Sorbonne-Dozentin Katarina Livljanić gegründet und wird bis heute von ihr geleitet. Dialogos zählt zu den außergewöhnlichsten und innovativsten modernen Ensembles für mittelalterliche Musik. Die Gruppe – die je nach Projekt aus Männern oder Frauen besteht – verbindet neue Erkenntnisse der Musikwissenschaft mit einem ganz eigenen Ansatz zur Darbietung mittelalterlicher Musik. Bei den aktuellen Programmen liegt der Schwerpunkt auf den mittelalterlichen Ausdrucksformen der Gregorianik, der frühen Polyphonie und des Musiktheaters.
Konzerte in berühmten Konzertsälen und bei renommierten Festivalsweltweit (u. a. Royal Festival Hall in London, Metropolitan Museum in New York, Cité de la Musique in Paris, Festivals von Saintes, Utrecht und Ambronay, Boston Early Music Festival und Edinburgh Festival) wurden von Anfang an von den Kritikern hochgelobt. Die fünf Alben von Dialogos haben zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen erhalten. Die neueste CD mit dem Titel „Polyphonien um das Jahr 1000“ (Abbo Abbas) kam im Frühjahr 2009 auf den Markt. |
Dialogos wird gefördert vom Ministère de la Culture et de la Communication und DRAC Ile-de-France.
Mécénat Société Générale ist der Schirmherr des Ensembles. |
 
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Dieses Programm wird von SWR mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt im Hörfunkprogramm SWR2 gesendet. |
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Das Programm „Abbo Abbas“ vermittelt einen neuen Blickwinkel auf die Polyphonie im England des 11. Jahrhunderts. Untersuchungen mittelalterlicher Handschriften nehmen manchmal die Ausmaße von Polizeiermittlungen an. So, wie die einzelnen Ergebnisse dieser Ermittlungen am Ende zum Täter führen, soll hier aus einem Puzzle vieler kleiner Rätsel und musikalischer Geschichten ein vollständigeres Bild von der frühen Mehrstimmigkeit entstehen, so wie man sie im abendländischen Mittelalter kannte.
Der Franzose Abbon von Fleury (um 950–1004) wurde oft als hervorragendster Mann seiner Zeit bezeichnet. Er hatte großen Einfluss auf die „Regularis concordia“, mit der Ethelwold von Winchester dem Sittenverfall des Klerus in England entgegenwirken wollte. Seine alles überragende Persönlichkeit rief Neider auf den Plan, und so war er zeit seines Lebens von zahlreichen Feinden umgeben und zahllosen Beschuldigungen ausgesetzt, derer er sich jedoch mithilfe seiner Schriften und seiner glänzenden Rhetorik erwehren konnte. Auf einer Reise zum Kloster La Réole an der Garonne endete Abbons Leben schließlich auf dramatische Weise, indem er Opfer eines Mordes wurde.
Seine Geschichte bildet den kriminalistischen Rahmen um das Konzert mit Werken im Stil des frühen Organum, erstaunlichen Zeugnissen der Virtuosität des Repertoires oder musikalischen Rekonstruktionen von Stücken, die nur als Text überliefert sind. |
Der Dom zu Speyer ist nicht nur eines der monumentalsten
Zeugnisse des mittelalterlichen römisch-deutschen
Kaisertums, sondern auch der bedeutendste Beitrag
Deutschlands zur abendländischen Baukunst der
Romanik. Der frühesten Bau phase des Domes entstammt
die Krypta, eine der größten des Abendlandes, sie ist bis
heute unverändert erhalten geblieben. Der zentrale Teil
wurde im Jahre 1041 geweiht. Die Gewölbe sind mit sieben
Metern für eine Krypta ungewöhnlich hoch. Als
Haus- und Grabeskirche der salischen Kaiser diente sie
der Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen, vier Königinnen und einer Reihe von Bischöfen. |
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