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Ensemble
Archaica
(D)

„Flos de spina“
Naturphänomene in der Vokalmusik des Mittelalters

Freitag, 16. September 2011, 20.00 Uhr

65500 Hornbach, St. Fabiansstift

18.30 Uhr, Kirchenführung
Anmeldung erbeten: Tel. 06338/13 65

In Kooperation mit dem Festival ,EuroKlassik’ und VG Zweibrücken Land und der Stadt Hornbach EuroKlassik

Das solistisch besetzte Männerensemble Archaica wurde 2001 von Burkard Wehner in Berlin gegründet
und hat sich auf Vokalkompositionen des Mittelalters und der Renaissance spezialisiert. Das Repertoire umfasst die in Neumennotation aufgezeichneten
archaischen Gregorianischen Choräle des 9./10. Jahrhunderts, die Meisterwerke früher Mehrstimmigkeit aus Winchester, St. Martial de Limoges und Notre-Dame de Paris um 1200, die komplexen isorhythmischen Kompositionen der Ars Nova und die kunstvoll verwobenen Gesänge der Renaissancepolyphonie. Auf Grundlage der Originalquellen und den neuesten musikwissenschaftlichen Erkenntnissen interpretiert das Ensemble Kompositionen aus Klöstern, Kathedralen und Fürstenhöfen - den frühen Kulturzentren in Europa. Der Vokalklang ist obertonreich und ruhig fließend – eine Besonderheit ist die männliche Besetzung der hohen
Stimmlagen nach historischem Vorbild. Nach erfolgreichen
Konzerten in den ehemaligen Zisterzienserklöstern Salem, Lehnin und Zinna ist ein Schwerpunkt des Ensembles der Choral und die frühe Mehrstimmigkeit innerhalb des Zisterzienserordens.

 

 

 

 

Es erklingen Gregorianische Choräle, Motetten, Conductus und Organa des 10. bis 13. Jahrhunderts. Das Programm folgt dem Ablauf des Kirchenjahres. Es beginnt in der Adventszeit und endet mit den großen marianischen Festen im August und September. Die Besonderheit ist dabei, dass die sorgsam
ausgewählten Kompositionen Ereignisse und Phänomene aus der Natur aufgreifen. Bereits in der Adventszeit wird die Natur
im Introitus des 4. Sonntag Rorate caeli desuper angerufen und die Heilserwartung der Menschen – das Kommen des Messias – in ein Bild des Tauens und Regnens gekleidet.

Diese Erwartung erfüllt sich schließlich mit der Geburt Jesu am Weihnachtsfest und hier ist immer wieder von Lux magna, dem „großen Licht“ die Rede, das nach langer Dunkelheit auf die Erde kommt. Den letzten musikalischen Block bestimmen mehrstimmige marianische Gesänge. Maria wird im Assumpta est mit ihrem Körper in den Himmel erhoben und überwindet so die Gesetze der Gravitation und sie wird gepriesen als die Blume unter den Dornen – Flos de spina –, was zugleich diesem Programm seinen Titel gibt.

KlingenmünsterFischgrätenartige Zierschläge weisen auf die Entstehung der Chorherrenstiftskirche St. Fabian im 12. Jahrhundert hin. Die Stiftskirche erlebte ab 1559 mehrere Umnutzungen, beginnend vom Schulhaus, Pfarrheim, Bauernhaus, Krankenhaus bis zum Viehstall. St. Fabian wird heute als Hochzeits- und Taufkapelle, für Gottesdienste, Konzerte und Festakte genutzt und dient in Verbindung mit dem nahe gelegenen Klosterhotel als touristischer Anziehungspunkt auf höchstem Niveau.