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Maria Jonas
Ars Choralis Coeln
(D)

„Rose van Jhericho“
Lieder für Maria aus den Liederbüchern der Devotio Moderna

Mittwoch, 7. September 2011, 20.00 Uhr

67346 Speyer
Dom zu Speyer, Krypta

In Kooperation mit den
Internationalen Musiktagen
Dom zu Speyer

Die Sängerin Maria Jonasist eine der kreativsten und vielseitigsten Persönlichkeiten Kölns, die als Interpretin Alter und immer häufiger Improvisierter Musik zu erleben ist. Maria Jonas ist stets auf der Suche nach einer lebendigen Auseinandersetzung mit Alter und jeglicher Art von Musik als Solistin sowie in ihren Ensembles Ars Choralis Coeln (Frauenschola) und Ala Aurea (Ensemble für mittelalterliche Musik).

Das international besetzte Frauenensemble Ars Choralis Coeln gab 2004 in der Kölner Romanischen Nacht sein großes Debütkonzert. Seit dieser Zeit hat es das Ensemble geschafft sich national wie international in der Mittelalter-Musikszene zu etablieren und war zu Gast bei zahlreichen Konzerten und Festivals: Schnütgen Museum Köln, Bundeskunsthalle Bonn, Essener Dom, Kölner Dom, Montalbane (Mittelalter Festival), Styriarte (A), Hohenloher Musiksommer, MDR-Musiksommer, zum Osterfestival PSALM in Graz (A), zur Trigonale nach Kärnten (A), Rheinvokal (SWR), Schleswig Holstein Musikfestival, Festival Voix et Route Romane (F), Vokalmusik entlang der Romanischen Straße (Rheinland-Pfalz).

Wir alle kennen Stefan Lochners berühmtes Bild „Die Muttergottes in der Rosenlaube“: Maria sitzt mit ihrem Kinde in einem Rosengarten umgeben von musizierenden Engeln, die ihr huldigen: „O laist ons vroelich syngen, en leitgen zu eren van ir!“. In diesem Bild erkennen wir die frommen Marienlieder der Devotio Moderna wieder, die zur Zeit des Malers von den Beginen des Rheinlands, Niederrheins und in den Niederlanden im 14. Jahrhundert aufgeschrieben wurden. Immer wird in ihnen auf den „Rosen-Kranz“ und das „Ave Maria“ verwiesen.

Denn die frommen Bildbetrachter und betenden Sängerinnen hofften auf die Erhörung ihrer Gebete durch die Muttergottes. Sie galt als Zugang zum Paradiesgarten: wie Gott durch Maria zu uns kam, so können wir durch sie zu Gott und ins Paradies
zurückkehren. Die Pflanze „Rose von Jericho“ stammt aus den Wüstengebieten Israels und Jordaniens. Maria soll sie auf der Flucht von Nazareth nach Ägypten gesegnet und ihr ewiges Leben verliehen
haben. Deshalb wird sie auch als die Rose der heiligen Maria bezeichnet. Sie wurde zuerst von den Kreuzrittern und später von den Pilgern nach Europa gebracht.

KlingenmünsterDer Dom zu Speyer ist nicht nur eines der monumentalsten Zeugnisse des mittelalterlichen römisch-deutschen Kaisertums, sondern auch der bedeutendste Beitrag Deutschlands zur abendländischen Baukunst der Romanik. Der frühesten Bau phase des Domes entstammt die Krypta, eine der größten des Abendlandes, sie ist bis heute unverändert erhalten geblieben. Der zentrale Teil wurde im Jahre 1041 geweiht. Die Gewölbe sind mit sieben Metern für eine Krypta ungewöhnlich hoch. Als Haus- und Grabeskirche der salischen Kaiser diente sie der Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen, vier Königinnen und einer Reihe von Bischöfen.